In der Reihe über die Hilfskreuzer stellt SMS den Handelsstörkreuzer “Kormoran” vor. Er sollte hauptsächlich im Indischen Ozean Störaktionen, wie Minenlegen vornehmen, dort operierende U-Boote versorgen und natürlich die Handelswege der Alliierten unsicher machen. Was viele aber selten beachten: die Handelsstör- oder Hilfskreuzer hatten auch noch eine ganz andere Aufgabe: weil die Raider (engl. für Hilfskreuzer) den Waren-, Handels- und Waffentransportfluss der Gegner empfindlich störten, waren diese gezwungen ihre Nachschubrouten zum Teil massiv zu überwachen und zu schützen. Das wiederum band militärische Kräfte, Material, Kommunikationswege und Industriekapazitäten, die an anderer Stelle, den eigentlichen Kampfschauplätzen (z.B. Nordatlantik) fehlten. Man versuchte also auch mit den Hilfskreuzern seiner eigenen Flotte “den Rücken frei zu halten”.
HSK “Kormoran” gelang zudem ein in der Seekriegsgeschichte einzigartiges
Husarenstück, das zwar auch zu seiner eigenen Versenkung führte, aber bis heute einmalig blieb: er versenkte ein ihm haushoch überlegenes Kriegsschiff.
Heutzutage beobachtet man zunehmend Piratenüberfälle auf Handelsschiffe vor
allem in dicht befahrenen westafrikanischen Gewässern. Zur Bekämpfung dieser
Vorkommnisse werden nun militärische Einheiten heran gezogen. Die Geschichte
wiederholt sich, wenn auch unter vollkommen anderen Vorzeichen.
Weitere Ausgaben von SMS über die Hilfskreuzer der beiden Weltkriege und
darüber hinaus sind in Vorbereitung.